Verkaufsabbrüche im Onlineshop

57%

Für jeden Shopbetreiber sind neben den Besuchern und die Bekanntheit des Onlineshops die Verkäufe das relevante Thema. Es gibt viele Gründe warum in einem Shop trotz vieler Besucher kein Verkauf zu stande kommt. In den USA wurde eine Studie bei diversen Onlineshops durchgeführt, um das Kaufverhalten der Kunden zu analysieren. Dabei wurden die Daten durch direkte Kundenbefragungen generiert. Das Ergebnis dieser Sudie kann dazu dienen, den eigenen Onlineshop entsprechend zu optimieren, um die Verkaufsraten zu steigern.

Onlineshopladezeit

Rund 57% der User verschwinden von einer Webseite, wenn diese länger als 3 Sekunden lädt. Etwa 80% dieser Besucher kommen nie wieder auf diesen Shop und surfen zur Konkurrenz. Sollten die Ladezeiten im eigenen Onlineshop länger dauern, sollte eine Optimierung stattfinden, weil sonst zu viele Kunden aufgeben und der Shopbetreiber hierdurch große Umsatzeinbußen zu erwarten hat.

Bilder und Videos im Onlineshop

Aussagekräftige Produktbeschreibungen wie auch Bilder entscheiden darüber, ob der Kunde das Produkt kauft oder nicht. Rund 92,6% der Käufer entscheidet dies bereits innerhalb der ersten 90 Sekunden. Zumindest wandert das Produkt schneller in den Warenkorb, wenn es den Kunden überzeugt.

Gibt es noch mehr Produktbilder, entscheiden sich weitere 58% für einen Einkauf im Web. Es ist wichtig, dass die Bilder dem Original entsprechen, weil es rund 25% Käufer gibt, die ihre Produkte zurückschicken, wenn diese nicht so aussehen, wie erwartet. Wenn jemand einen Mixer in Pink bestellt, möchte er ihn auch in Pink erhalten und nicht in Dunkelrot. Deswegen ist ein korrektes und professionelles Produktbild das A und O in einem Onlineshop.

Noch mehr Verkäufe werden erzielt, wenn es zum Produkt ein Video gibt. Rund 31% entscheiden sich danach für einen Verkauf, weil sie sich Top informiert fühlen und Vertrauen in das Produkt haben.

45%
52%
57%

57% der Kunden sahen das Video. Dieses führte zu weniger Rücksendungen.
52% der Kunden bleiben automatisch länger auf der Webseite, wenn Produktvideos verfügbar sind.
45% der Kunden kommen auf die Händlerseite zurück, wenn Videos angeboten werden.

Produkt Bewertungen

Produktbewertungen von ehemaligen Käufern sind im Internet viel Wert und diese werden von potenziellen Käufern auch gelesen. Rund 85% der User lesen diese, um sich näher mit dem Produkt zu befassen. 79% vertrauen den Kundenbewertungen genauso viel wie persönlichen Empfehlungen von Freunden und der Familie. Rund 67% lesen nicht nur eine, sondern mindestens 6 Bewertungen, bevor sie das Produkt bestellen.

Checkout – Der Warenkorb

Liegt das Produkt einmal im Warenkorb, sind die Chancen hoch, dass der User es auch wirklich bestellt. Doch in einigen Fällen führen Probleme und Frust mit der Kasse zu Kaufabbrüchen.  Ganze 67,4% entschieden sich sogar gegen den Einkauf, wenn der Checkout Prozess nicht gut umgesetzt wurde.

41%

41% verzichten auf die Produkte, weil plötzlich versteckte Gebühren auftauchen, die vorher nicht ersichtlich waren (Steuern, Versandkosten, Zahlartenaufschläge, etc.)

29%

29% möchten sich nicht für den Produktkauf extra registrieren und verlassen deswegen die Webseite. Rund 24% der Onlineshops verlangen eine Registrierung und verlieren dadurch viele potenzielle Käufer.

10%

10% sind der Meinung, dass der Verkaufsprozess an sich, zu lange dauert. Das bedeutet, es sollten nicht mehr als 5 Schritte bis zum Absenden der Bestellung sein. Die Top 1000 Shops im Web weisen im Durchschnitt 5.09 Schritte auf.

11%

11% möchten am Ende nicht mehr bestellen, weil die Lieferbedienungen unklar angegeben sind. Zum Beispiel, wann und wie geliefert wird.

8%

8% vertrauen der Seite nicht, weil es keine Telefonnummer gibt, wo man sich informieren könnte.

Warum Kunden den Einkauf abbrechen

Generell sind es häufiger die Männer als Frauen, die den Einkauf nicht beenden. 42% der Kunden möchten vor einer Bestellung noch Bewertungen über den Shop oder das Produkt lesen. 42% nehmen einen Preisvergleich bei der Konkurrenz vor und kommen erst wieder, wenn es das Produkt hier am günstigsten gibt. 16% der User möchten nur schauen, die Lieferkosten wissen oder spielen zum Spaß mit dem Warenkorb herum. Vom Alter her, sind es die 25-55 Jährigen, die am häufigsten stornieren.

Newsletter

81% der Shopbetreiber sind der Meinung, dass ein Newsletter unbedingt sein sollte, um die User später zu erreichen. 40% der Kunden melden sich bei einer Bestellung deswegen nicht an, weil sie an einem Newsletter Empfang nicht interessiert sind. Bei 32% der Onlineshops werden Kunden automatisch nach dem Verkauf auf die Newsletterliste gesetzt, ohne das diese darüber benachrichtigt werden.

Gutscheine

Mehr als die Hälfte der Onlineshopkunden verwenden bei Bestellungen Gutscheine und 57% davon bestellen nicht, wenn der Gutschein Code nicht angenommen wird. Coupons steigern die Kundenzufriedenheit um etwa 4%.

Lieferung

Die Lieferkosten sollten so gering wie möglich sein, weil 59% der Kunden diese berücksichtigen. 44% stornieren ihre Bestellung, wenn die Kosten zu hoch sind und 53% wechseln den Händler, falls es das gleiche Produkt wo anders günstiger gibt. 24% erwarten eine rasche Lieferung am selben Tag, 76% haben es nicht so eilig.

Zahlung und Sicherheit

Werden bekannte Kreditkarten Logos aufgelistet, haben 80% der Käufer automatisch mehr Vertrauen in den Händler. 40% der Käufer vertrauen der Firma dann, wenn es mehr als eine Zahlungsmöglichkeit gibt. Ist die favorisierte Zahlungsoption nicht im Angebot, verschwinden 59% der Kunden zur Konkurrenz. Rund 60% möchten mit Paypal bezahlen und der Rest mit anderen Optionen, beispielsweise: Authorize.net, USA ePay, Kreditkarte und Co.
Quelle: http://t3n.de


Von | 2017-03-13T10:02:47+00:00 07. April 2015|Ecommerce|0 Kommentare

Über den Autor:

Björn Alexander Binder
Seit 1998 bin ich mit dem Ecommerce vertraut und habe zu der Anfangszeit mit Partnern neben einigen Webprojekten mehrere Onlineshops betrieben. Zu Beginn handelte es sich noch um oscommerce basierende Shops. Aufgrund vieler Mängel und fehlenden Features habe ich mich mit anderen oscommerce Usern zusammen getan und wir haben das oscommerce Shopsystem geforkt. Aus diesem Fork wurde später dann das xtcommerce Shopsystem aus dem ich mich direkt in der Anfangszeit aufgrund Zeitmangels zurück gezogen habe. Seit 2013 betreue ich wieder als selbständiger Kunden rund um den Ecommerce Sektor und bin zudem JTL Servicepartner. Für mich ist die persönliche Betreuung und klare Informationspolitik meinen Kunden gegenüber das wichtigste. Nur zufriedene Kunden sind gute Kunden! Bei Fragen rund um JTL, Magento und anderen Onlineshopsystemen bin ich Ihr Ansprechpartner und freue mich auf Ihre Anfrage.

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